[perzept][Hypertext-Inhalt] [Hypertext-Forschung]

Samarapungavan und Beishuizen
(1992)

[Referenz]

Samarapungavan und Beishuizen verglichen in einer Pilotstudie eine lineare und eine Hypertext-Version eines Textes über Gedächtnispsychologie miteinander. An der Untersuchung nahmen insgesamt 18 Psychologiestudentinnen des ersten Semesters teil (9 Vpn pro Bedingung), die den Text lesen und verstehen sollten. In einem anschließenden Multiple-Choice-Test wurde der Wissenserwerb überprüft.

Bei Fragen, die das Ziehen von Inferenzen erforderten, schnitten die Vpn der Hypertext-Bedingung signifikant besser ab als die Vpn der linearen Textbedingung; keine Unterschiede ergaben sich für einfache Faktenfragen.

Zu dem Ergebnis dieser Untersuchung ist zu bemerken, daß in die Strukturierung des Hypertextes sehr viel Energie investiert wurde, und daß der Hypertext streng hierarchisch aufgebaut ist - auf die einzelnen Themenpunkte kann, soweit das aus der Beschreibung erkennbar ist - immer nur von einer graphisch aufbereiteten Übersichtsseite zugegriffen werden. Der lineare Text wurde unverändert aus dem Lehrbuch übernommen und in eine elektronische Version überführt. Es muß also kritisch gefragtund Beishuizen, ob bei der linearen Version ein vergleichbarer Strukturierungs-Aufwand nicht auch zu besseren Ergebnissen geführt hätte.